Seattle Connections Locations Organisations Yakuza

Yakuza ist der Name einer japanischen kriminellen Organisation mit einigen hundert Jahren Geschichte, die in verschiedene rivalisierende gumi (Banden) eingeteilt und von der ausländischen Presse manchmal auch zusammenfassend als "japanische Mafia" bezeichnet wird. Sie verfolgen eine strenge Hierarchie und unterschiedliche Kodices in Form von Hausordnungen und sind auf nahezu allen japanischen Inseln und auch zu kleinen Teilen im Ausland vertreten. Seit 1993 ist allein die Angehörigkeit zu einem gumi in Japan strafbar, was die moderne Yakuza zu immer mehr Arbeit im Untergrund zwingt. Ebenfalls verschlechterten sich dadurch ihre wechselhafte Beziehung zur Polizei und ihr allgemeines gesellschaftliches Ansehen. Sie sprechen ebenfalls einen eigenen Berufsjargon und sind heute zumeist als Geschäftsmänner getarnt.

Die Yakuza-Syndikate haben in ihren Gebieten das Monopol auf Drogen- und Mädchenhandel, Prostitution, Glücksspiel und Waffenhandel. Sie kontrollieren die Unterhaltungsindustrie inklusive dem Fernsehen und dem Profisport mit dem dazugehörigen Wettgeschäft. Sie beherrschen grosse Teile des Immobilienmarktes. Sie verleihen mehr Geld an Privatpersonen als alle japanischen Banken zusammen und beeinflussen so den Kapitalmarkt Japans.

Ya-Ku-Za ist eigentlich die dialektale Aussprache einer Zahlenkombination 8-9-3, welche bei einem bestimmten japanischen Kartenspiel (ähnlich dem Black Jack) als völlig wertlos gilt. So sehen sich auch die Yakuza mit einem gewissen Stolz als die "Wertlosen" der Gesellschaft. Während der Edo-Periode bestand die Yakuza fast ausnahmslos aus Menschen von "niederer Geburt", also Angehörigen der Kasten der Bauern und Handwerker, hauptsächlich jedoch der Kaufleute. Hatte man als solcher sein Land oder Geschäft durch Glücksspiel, Naturkatastrophen oder plündernde Ronin verloren oder kam als Flüchtling vor Unruhen oder Strafverfolgung mittellos in eine neue Stadt, blieb einem nicht viel übrig, als bei der Yakuza anzufragen. Diese gab einem dann eine Unterkunft und Arbeit; nicht selten zogen allein Geborgenheit innerhalb der Familienstruktur sowie Abenteuerlust und Hoffnung auf Respekt und Anerkennung unter der ländlichen Bevölkerung auch Freiwillige in die Dienste der Yakuza. Die Polizeikräfte dagegen kamen derzeit alle aus der Kaste der Samurai, welche durch die so genannte pax Tokugawa keine kriegerische Beschäftigung mehr hatten und sich auf den Schutz der öffentlichen Sicherheit konzentrierten. So entstand oft ein spannungsgeladenes Verhältnis zwischen den beiden Parteien, und die Yakuza wurden oft von den bushi als Möchtegern-Samurai ohne Ehrung des Bushido herablassend behandelt. Trotzdem war ein Interessenkonflikt nicht unbedingt vorprogrammiert und die Radikalität der verschiedenen gumi unterschied sich von Ort zu Ort stark, so gab es auch in wenigen Fällen Kooperation zwischen den beiden Gruppierungen, wenn es um Gemeindepolitik und um Anliegen der Bürger ging.

Der durchschnittliche Bürger hat oft ein verklärtes Bild vom Yakuza. Dazu tragen die zahlreichen romantischen Heldengeschichten der Yakuza in Schlagern, Romanen, Filmen und Gedichten bei. Dort geht es um Geschichten vom Verlierer zum Sieger, um Disziplin, Mut, Gehorsam und bedingungslose Treue. Yakuza selbst wollen sich oft als "der arme, ehrliche Junge" sehen, der zunächst reich und dann Rächer der Armen wird. Oftmals wird dem Yakuza eine Art "Robin Hood Rolle" zugedacht. Man spricht vom "Robin Hood im Nadelstreifenanzug".

Die moderne Yakuza hat ihren Wirkungskreis bis hin zur Einflussnahme auf Finanzmärkte und politische Korruption ausgedehnt. Sie hat auch bereits versucht, Einfluss auf politische Wahlen zu nehmen, indem Kandidaten zunächst finanziell oder mit "Dienstleistungen" unterstützt wurden, in der Absicht, sie nach der Wahl durch Erpressung zu kontrollieren. Daneben betreibt die Yakuza weiterhin auch "traditionelle" Mafia-Aktivitäten, wie Drogenhandel, Prostitution, Menschenhandel, illegales Glücksspiel, Pachinko, oder Schutzgelderpressung, die beispielsweise bei vielen Restaurants verdeckt über den Wäscheservice der japanischen Erfrischungstücher, Oshibori genannt, abläuft.

Yakuza verwenden seit hunderten von Jahren großflächige Tätowierungen als Ausdruck der Gruppenzugehörigkeit, aber auch um sich als ranghöheres Individuum zu kennzeichnen. Nicht selten gaben sich Bauern und Handwerker bei ihrem Eintritt in die Yakuza neue und kriegerisch klingende Namen wie Tiger und Kranich, neun Drachen, tobender Sturm usw., welche sie dann in dieser Form auf Rücken oder Brust bildlich darstellen ließen. Zusätzlich wurden oft noch ausschweifende und künstlerische Verzierungen angebracht, nicht selten war alles bis auf Kopf, Hände und Füße sowie Genitalbereich mit Mustern versehen. Bis heute noch sind Tätowierungen in Japan direkt mit den Yakuza assoziiert, weshalb Tätowierten der Zutritt zu öffentlichen Badeanstalten meist untersagt ist. Tatsächlich aber hat sich der tätowierte Yakuza mittlerweile eher zu einer Art leerem Klischee entwickelt, da seit dem offiziellen Verbot der Yakuza niemand mehr gerne auffällt.

Begeht ein Angehöriger der Yakuza einen Fehler, welcher zu einem Gesichtsverlust führt, so kann er diesen tilgen, indem er sich ein Fingerglied mit einem Tanto und einem Hammer abtrennt (yubitsume). In der Regel wird mit der linken Hand und mit dem ersten Glied des kleinen Fingers begonnen. Dieses Ritual stammt ebenfalls noch aus der Zeit der Samurai. Mit jedem verlorenen Fingerglied lag das Schwert schlechter in der Hand - und mit dem Verlust der letzten Fingerkuppe war das Führen eines Schwertes nicht mehr möglich. Altgedienten Yakuza fehlen deshalb oft einige Fingerkuppen, die sie mit Fingerprothesen ersetzen, um in der Öffentlichkeit nicht sofort als Kriminelle erkannt zu werden.

Es wird vermutet, dass die japanische Politik und Wirtschaft eng mit den Yakuza verknüpft ist.



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Kurzbeschreibung kriminelle Vereinigung aus Japen
Standort Karibischen Liga, California Free State, Allianz Deutscher Länder, 6th World, Japanese Imperial State
Details (SL only)
Details sind nur für Spielleiter sichtbar!

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>>>>>[ nicht nur die "japanische Politik und Wirtschaft" ]<<<<<
Domino (2055-09-10 / 10:41:50)
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